Funk in der Automation

Untersuchung des Kommunikationsverhaltens bewegter Funkgeräte

Funkkommunikation wird heute vielfältig in industriellen Automatisierungsanwendungen genutzt. Dennoch, der Durchbruch zur breiten Anwendung und die Etablierung als feste Größe in Automatisierungskonzepten, wie im Zukunftsprojekt Industrie 4.0 vorgesehen, stehen noch bevor. Die dabei noch zu beseitigenden Hemmnisse stehen im Fokus der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten.

Als Rahmen und Orientierung der Tätigkeiten dient der Lebenszyklus industrieller Automatisierungsgeräte und -anlagen. Durch die Anwendung zugeschnittener Informationsmodelle werden die Entwicklung, die Produktion und die Nutzung von Funkgeräten und Funkkommunikationssystemen unterstützt. Für die effektive Entwicklung und die zielorientierte Planung werden Methoden und Werkzeuge entwickelt, die eine wissenschaftlich fundierte und standardisierte Bewertung des Zeit- und Fehlerverhaltens ermöglichen. Ausgehend davon können beispielsweise die Zuverlässigkeit, das Koexistenzverhalten oder die maximale Gerätedichte der Funkkommunikation beurteilt werden. Wachsende Bedeutung gewinnt die Etablierung von Koexistenzmanagementprozessen in der industriellen Automation. Ein solcher Prozess umfasst den gesamten Lebenszyklus einer Automatisierungsanlage. Die Arbeiten am ifak unterstützen die standardisierte Bereitstellung notwendiger Informationen und die Umsetzung genormter Abläufe. Um das Vertrauen in die Zuverlässigkeit der industriellen Funkkommunikation zu vergrößern, werden Methoden und Werkzeuge zur Netzwerkdiagnose und zur Fehleranalyse für die Betriebsphase erforscht und entwickelt.

Ein wesentlicher Aspekt der Anwendungsbezogenheit der Forschung und der Ergebnisverwertung ist die aktive Arbeit in Fachgremien und Normungsorganisationen zum Themenbereich „Funk in der Automation“.