SAmpSONS - Simulation und Visualisierung von Stoffströmen in neuartigen Sanitärsystemen - Unter-stützung der Analyse ihrer Funktion, Kosten und Ressourcenhaushalts

Neuartige Sanitärsysteme („NASS“) sind vor dem Hintergrund der Ressourcenverknappung, des sinkenden Wasserverbrauchs und damit einhergehender hydraulischer Probleme in unseren Abwasserkanälen sowie sich stetig ändernder Randbedingungen durch demografischen und klimatischen Wandel in den letzten Jahren auch in Deutschland immer stärker in den Fokus siedlungswasserwirtschaftlicher Betrachtungen gerückt. Ziel ist die Wiedernutzung beschränkter Ressourcen (z. B. Nährstoffe) sowie ein nachhaltigeres Abwassermanagement. Diskussionen zu diesen Technologien werden oft engagiert geführt, bedürfen jedoch einer Versachlichung. Vielfach bestehen vor allem von Seiten der Planer und Genehmigungsbehörden Vorbehalte, die auf mangelnden Kenntnissen beruhen.

Zwar sind in einigen Pilotprojekten innovative Technologien, welche unter dem Begriff „neuartige Sanitärsysteme“ zusammengefasst werden, positiv erprobt worden, jedoch ist deren gleichberechtigter Einsatz neben den konventionellen Verfahren der Abwasserableitung mittels Schwemmkanalisation und der Abwasserreinigung bislang nicht gegeben. Für die Verstetigung als Stand der Technik fehlen jedoch Planungswerkzeuge sowie teilweise auch Regelwerke. Im Projekt wird ein Simulator entwickelt, der es erlaubt, die sich für verschiedene Sanitärkonzepte ergebenden Stoffströme zu visualisieren und somit das Potenzial derartiger Systeme unter den vor Ort gegebenen Randbedingungen zu evaluieren.

Projektleiter Dr. Manfred Schütze
KooperationBjörnsen Beratende Ingenieure GmbH, Koblenz (Koordinator); Technische Universität Berlin; Bauhaus-Universität Weimar
ProjektlaufzeitAugust 2016 - August 2018
FörderungDeutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
Förderkennzeichen32768
Geschäftsfeld: Wasser und Energie, Thema: Integrierte Planungswerkzeuge