Kanalnetze

Kanalnetze stellen eine der kostbarsten Infrastruktursysteme innerhalb einer Stadt dar, da ihre Instandhaltung und ggf. Ersatz erheblicher Ausgaben bedarf. Im Themenfeld „Kanalnetze“ des ifak werden Methoden und Hilfsmittel entwickelt und angewendet, die es erlauben, die ursprünglich meist als statische Systeme ausgelegten Kanalsysteme in dynamischer Weise zu nutzen und dadurch nicht nur besser auszunutzen, sondern sie zudem auch in flexibler Weise zur Reaktion auf sich stets verändernde Herausforderungen (u. variable Niederschlagsmuster, Bevölkerungsentwicklungen) zu ertüchtigen.

Im Folgendem finden Sie eine Auflistung der Publikationen und Projekte zu diesem Thema.

Entwicklung der Basissoftware für Messstationen zur Messung der Wasserqualität

Im Auftrag des Unternehmens Primodal (Kanada) und des Instituts modelEAU der Universität Laval (Quebec, Kanada) wurde die Basissoftware für Messstationen entwickelt. Dabei wurden industrielle Kommunikationsstandards (PROFIBUS) zur einfachen Anbindung und Parametrie­rung beliebiger Sensoren unterschiedlicher Hersteller genutzt.

ADESBA - Adaption und Entwicklung einer vorkonfektionierten Steuerungsbox zur Abflusssteuerung von Kanalnetzen basierend auf innovativen Kommunikations-medien

Bislang stellte die Entwicklung von Systemen zur Abflusssteuerung von Kanalnetzen eine Auf­gabe mit hohem Entwicklungsaufwand dar, so dass derartige Systeme in der Regel nur bei zu­sätzlicher Förderung entwickelt und umgesetzt werden können. Basierend auf den Grundprin­zipien eines zuvor am ifak entwickelten allgemeinen Steuerungs- und Regelungsalgorithmus für Kanalnetze wurden – in Zusammenarbeit mit dem Automatisierungsunternehmen SEGNO und der Universität Hannover – vorgefertigte Steuerungsbausteine entwickelt, die sich mit wenig Auf­wand individuell an das entsprechende Kanalnetz anpassen lassen.

Gewässergüteansätze für das Erkennen ökologisch kritischer Gewässerbelastungen durch Abwassereinleitungen

Der hessische „Leitfaden für das Erkennen ökologisch kritischer Gewässerbelastungen durch Abwassereinleitungen“ soll um rechnerische, durch dynamische Simulationsmodelle gestützte Nachweise erweitert werden. Hierzu wird durch die TU Darmstadt eine auf dem Schmutz­frachtmodell SMUSI 5.0 basierende simulationsgestützte Analyse- und Planungsmethodik zur immissionsorientierten Nachweisführung entwickelt.

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