Kanalnetze

Kanalnetze stellen eine der kostbarsten Infrastruktursysteme innerhalb einer Stadt dar, da ihre Instandhaltung und ggf. Ersatz erheblicher Ausgaben bedarf. Im Themenfeld „Kanalnetze“ des ifak werden Methoden und Hilfsmittel entwickelt und angewendet, die es erlauben, die ursprünglich meist als statische Systeme ausgelegten Kanalsysteme in dynamischer Weise zu nutzen und dadurch nicht nur besser auszunutzen, sondern sie zudem auch in flexibler Weise zur Reaktion auf sich stets verändernde Herausforderungen (u. variable Niederschlagsmuster, Bevölkerungsentwicklungen) zu ertüchtigen.

Im Folgendem finden Sie eine Auflistung der Publikationen und Projekte zu diesem Thema.

Arbeitskreisveranstaltung des VDI am 18. Januar 2018

SIMBA auch fürs Design – Das Projekt EXPOPLAN 
Referent: Dr. Jens Alex

Kurzreferat: 

Die Simulationssoftware SIMBA erlaubt die Simulation von Abwassertechnischen Anlagen, d.h. von Kläranlagen, Kanalnetzen, Schlammfaulungsanlagen usw. Mit dieser Simulationssoftware wird durch Ingenieure die Planung und Optimierung entsprechender Anlagen unterstützt. Dabei muss der Ingenieur in einem iterativen Prozess Verfahrensvarianten modellieren, diese unter Vorgabe von Belastungsdaten simulieren und die erzielten Simula­tionsergebnisse bewerten. Dazu muss er u.a. weitere Softwarewerkzeuge (z.B. Kläranlagendimensionierung nach A131) einsetzen, um z.B. einen ersten Anhaltspunkt zu erforderlichen Beckenvolumina zu erhalten. An diesen ersten Startpunkt schließen sich dann häufig viele Iterationen an, in denen beispielsweise Beckenvolumina verändert werden, um eine kostenoptimale und funktionierende Auslegung der Anlage zu erhalten.

Deutsch-Israelische Wassertechnologiekooperation - ifak-Wissenschaftler bei Projekttreffen in Haifa

In der zweiten Novemberwoche ist Dr. Schütze vom ifak bei einen Projektreffen beim israelischen Kooperationspartner des ifak zu Besuch. Auf einem Arbeitstreffen mit Prof. Friedler am Technion - Israel Institute of Technology und seiner Arbeitsgruppe erörtern die Wissenschaftler den aktuellen Projektstand im vom BMBF und dem israelischen Ministry of Science and Technology (MOST) im Kooperationsprojekt CLUWAL. In diesem bilateralen Forschungsprojekt werden simulationsgestützte Methoden zur Bewertung urbaner Wassersysteme erarbeitet. Diese erlauben es Kommunen und Wasserverbänden, eine Bewertung des Wassersystems und möglicher Maßnahmenpakete nach sozialen, ökologischen und ökonomischen Kriterien der Nachhaltigkeit durchzuführen und somit die knappen Wasserressourcen gut zu bewirtschaften. Eine besonderere Rolle spielen hier Systeme zur Nutzung von Regenwasser und von Regenwasserabfluss zur Einsparung kostbarer Wasserressourcen.

CLUWAL  - Nutzbarmachung des urbanen Wasserkreislaufes – Integriertes urbanes Wassermanagement zur Steigerung der Nachhaltigkeit

CLUWAL erarbeitet Methoden und Werkzeuge, die es erlauben, den urbanen Wasserkreitslauf durch ein integriertes urbanes Wassermanagement besser und nachhaltiger zu nutzen. Es wird ein Modellierungsund Analyseinstrumentarium erabeitet und für mehrere Fallstudien angewendet.

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